Ein Jahr mit Corona – „Offener Brief eines Bewohners an die Bundeskanzlerin“

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Frau Merkel und Minister !

Ich heiße Jürgen Vogel bin in einer Werkstatt für Behinderte Menschen untergebracht. In Altenburg Thüringen. Ich habe eine Behinderung. Ich bin auf Hilfsmittel wie Rollator und Rollstuhl angewiesen. Ich wohne die Woche über in einer Wohnstätte. Da ich nur schwer sprechen kann hab ich ein PC um mit der Außenwelt zu kommunizieren. Ich bin im WWW unterwegs und da ich in einer kleineren Stadt lebe und die Verbindung eher schlecht ist nervt das. Daheim habe ich WLAN. Mir wäre lieber wenn dass Internet kostenlos ist. Ein Jahr mit kleineren Lockerung des Lockdowns gingen allmählich in Alltäglichen Ablauf über. Mir persönlich wäre lieber der Lockdown würde aufgehoben mir geht das auf die Psyche. Es hält doch kein normaler Mensch mehr aus. Ich konnte mein Zimmer kaum noch sehen, ich wurde verrückt nur auf dem Zimmer ( im Haus zu sein). Es gibt vor und Nachteile. Ein Vorteil war ich konnte Ausschlafen, aber mehrere Nachteile. Ich wusste kaum noch was ich tun soll oder machen konnte. Ich mache das beste daraus. Ich kann es sowieso nicht ändern. Ich fühlte mich echt mies und hab nicht so gut geschlafen, den ganzen Tag auf dem Zimmer ( im Haus) sein müssen. Ehrlich gesagt ich fühlte mich im Zimmer nicht mehr so gut. Mir kam es vor als wenn die Wände immer enger werden und mir die Luft nehmen.

Ich würde so gerne wieder einmal Essen gehen mit meiner Familie oder Einkaufen. Es geht doch so nicht weiter der Lockdown müsste teilweise aufgehoben werden oder ganz. Die Geschäfte insbesondere die Elektronik Geschäfte sollten wieder aufgemacht werden. Jetzt muss ich eine Lanze brechen den für Einzelhandel und Selbstständige und Großunternehmen, was machen sie wenn ihre Rücklagen aufgebraucht sind. Da einige Politiker sagen die Wirtschaft sei am Boden wenn die Läden immer noch zu sind. Ich meine das Corona Hilfspaket dauert etwas zu lange, die Gelder müssten fließen bevor die Läden zu machen sollen. Wie es aussieht werden die Einschränkung bis zum 14.März gehen. Aber mir sagte jemand man sollte die Hoffnung nie aufgeben. (Die Hoffnung stirbt zuletzt). Ich habe mich nicht angesteckt.

Ich werde mich aufraffen mich nicht so hängen lassen. Ich kann es sowieso nicht ändern. Ja Die Politiker haben keine Ahnung wie es ist über mehrere Monate hinweg eingesperrt zu sein. Man müsste die Politiker auch mal einsperren. Ich fühle mich Hilflos mit der Sichtweise der Politiker und die Parteien untereinander liegen im Klintsch und sind nicht für uns da. Ich würde mir wünschen das die Diäten Erhöhung generell verboten wird. Ehrlich gesagt ich habe nicht mehr das Vertrauen in die Politiker. Ich hoffe das ich mein Arbeitsplatz nicht verlieren werde und meine Zukunftspläne machen kann. Ich bitte die Politiker ihre Arbeit ernst zu nehmen und nicht mit dem Handy zu spielen. Die Menschen wollen wieder ihren normalen Alltag haben und ihre Ängste vergessen. Wenn alle Parteien sich einig sind und am gleichen Strang ziehen würden schaffen wir das.

2.März 2021

Mit freundlichen Gruß
Jürgen Vogel